+ Ein Mann, der 1946 wegen seiner CDU-Kontakte
zum amerikanischen Spion erklärt, zu 25
Jahren Arbeitslager verurteilt und nach achteinhalb Jahren aus Bautzen entlassen wurde und in der DDR verblieb.
+ Die Eltern, deren 16-jähriger Sohn 1972 zu flüchten versuchte und nach Inhaftierung 1984 mit seiner Familie von der Bundesrepublik freigekauft wurde.
+ Die Frau und der Bruder eines 1974 Inhaftierten, der gemeinsam mit seiner Frau und den drei Kindern aus der DDR zu fliehen versuchte und während der Haft aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung verstarb.
+ Die Frau und die Töchter eines 1981 Inhaftierten, der seinem Willen auf Ausreise aus der DDR nach vergeblichen Antragstellungen durch einen öffentlichen Hungerstreik Nachdruck verleihen wollte und 1982 aus der Haft wieder in die DDR entlassen wurde.
+ Der Sohn, dessen Eltern 1983, zusammen mit einer befreundeten Familie, mit selbst gebauten Fluggeräten, die Flucht aus der DDR vorbereiteten und durch die Anzeige eines „aufmerksamen“ Bürgers inhaftiert wurden.
+ Die Eltern bzw. der Bruder von vier 1983 inhaftierten Jugendlichen, die wegen politischer Graffitis zu fünf bzw. sechs Monaten wegen Rowdytums inhaftiert wurden.
+ Die Freundin eines 1989 Inhaftierten, der von der Staatssicherheit wegen seiner Ausreisebemühungen zum Agenten erklärt wurde.
In einem Leseraum liegen Literatur über die Stasi-Haft aus sowie Ausstellungs- und Audiokataloge der vorangegangenen Projekte in der Andreasstraße.
In der Etage gibt es außerdem auf 10 Bild/Texttafeln eine Ausstellung zur Geschichte der Untersuchungshaftanstalt Erfurt. Ergänzt wird dieser geschichtliche Abriss durch drei Räume mit Sachzeugen zum Haftalltag.

