Gefangene erinnern sich an das, was sich ihnen an diesem unmenschlichen Ort bis auf den heutigen Tag „eingebrannt“ hat.
In 13 Zellen sind die Erinnerungen von 18 Menschen anzuhören:
• 1944 war eine 16-Jährige zehn Tage in Gestapo-Haft, weil sie mit anderen Jugendlichen Flugblätter gegen den Krieg verteilte.
• 1945 war ein 25-Jähriger fünf Monate in NKWD-Haft, weil er bei einer Razzia der sowjetischen Besatzungsmacht zu Unrecht verdächtigt wurde, ein hochrangiger Nazi-Offizier gewesen zu sein.
• 1974 war ein 19-Jähriger ein Jahr in Stasi-Untersuchungshaft, weil er mit einem Plakat am 13. August auf die Ermordeten an der innerdeutschen Grenze aufmerksam machen wollte.
• 1980 war ein Ehepaar neun Monate in Stasi-Untersuchungshaft, weil sie der SED-Führung in „Eingaben“ die Verletzung der Menschenrechte vorwarfen.
• 1988 war eine 25-Jährige drei Monate in Stasi-Untersuchungshaft, weil sie über die tschechoslowakische Grenze in den Westen fliehen wollte.
Die vollständigen Zeitzeugenberichte und Literatur über Stasi-Haft liegen im Leseraum aus.
In der Etage gibt es außerdem die Ausstellung zur Geschichte der Stasi-Haft.

