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E I N S C H L U S S
Kunstprojekt in der Haftanstalt Erfurter Andreasstraße

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SOMMER 2006 "EINSCHLUSS 2"

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ZEHN POLITISCH GEFANGENE DER DDR ERINNERN SICH

 

Ort:
Zellentrakt,
1. Stockwerk,
10 ehemalige Haftzellen

Bis zum Untergang der DDR waren hier die weiblichen Untersuchungshäftlinge eingesperrt.
Nach baulichen Veränderungen wurde diese Etage noch bis 2002 genutzt.

Gefangene  erinnern sich an das, was sich ihnen an diesem unmenschlichen Ort bis auf den heutigen Tag „eingebrannt“ hat.
In 13 Zellen sind die Erinnerungen von 18 Menschen anzuhören:

• 1944 war eine 16-Jährige zehn Tage in Gestapo-Haft, weil sie mit anderen Jugendlichen Flugblätter gegen den Krieg verteilte.

• 1945 war ein 25-Jähriger  fünf Monate in NKWD-Haft, weil er bei einer Razzia der sowjetischen Besatzungsmacht zu Unrecht verdächtigt wurde, ein hochrangiger Nazi-Offizier gewesen zu sein.

• 1974 war ein 19-Jähriger ein Jahr in Stasi-Untersuchungshaft, weil er mit einem Plakat am 13. August auf die Ermordeten an der innerdeutschen Grenze aufmerksam machen wollte.

• 1980 war ein Ehepaar neun Monate in Stasi-Untersuchungshaft, weil sie der SED-Führung in „Eingaben“ die Verletzung der Menschenrechte vorwarfen.

• 1988 war eine 25-Jährige drei Monate in Stasi-Untersuchungshaft, weil sie über die tschechoslowakische Grenze in den Westen fliehen wollte.

Die vollständigen Zeitzeugenberichte und Literatur über Stasi-Haft liegen im Leseraum aus.
In der Etage gibt es außerdem die Ausstellung zur Geschichte der Stasi-Haft.

 

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