An elf Beispielen (10 Zeitzeugeninterviews und einer Fernseh-Dokumentation) wird dies deutlich, wenn
- Jürgen Unbereit 1968 als 17-Jähriger ein Flugblätter in Mühlhausen verteilte, womit er die Bevölkerung wachrütteln wolle:
„Wollt ihr euch noch länger von dem ’Roten Spitzbart’ unterjochen lassen?“ - Siegfried Hollenbach bis zur Inhaftierung 1970 die Verantwortung der Staatsmacht einfordert:
„… denn eine Änderung wird eines Tages kommen.“ - Jörg Drieselmann 1974 mit einem Plakat sein Umfeld wachrütteln wollte:
„Seit dem 13. August 1961: … wurden 164 Menschen auf der Flucht getötet.“ - Walther und Ursula Schmidt 1974 versuchten sich in den Westen „ausschleusen“ zu lassen, weil sie „keine Unterwerfung mehr“ wollten.
- Joachim Heise seit 1979 alles versuchte, um für sich und seine Familie die Ausreise zu erhalten, und 1983 inhaftiert wurde, als er in den Hungerstreik trat.
- Manfred Krell 1979 wegen Wehrdienstverweigerung aus Glaubensgründen verhaftet wurde.
- Gerhard Thalacker mit seiner Ehefrau 1980 Erich Honecker des Rechtsbruchs in seinem Fall verklagte.
- Grit Angermann 1983 mit Freunden an Weimarer Wände z. B. malte:
„Macht aus dem Staat Gurkensalat“. - Ines Engel mit weiteren Personen 1988 versuchte, über die Ungarisch-Österreichische Grenze zu flüchten, weil sie „ein freies und besseres Leben führen“ wollte.
- Silke Wilden nach Ihrem Ausreiseantrag 1985 drei Jahre später versuchte, über die CSSR-Grenze in den Westen zu fliehen, weil es für sie „kein ‚Zurück’“ mehr gab.
- René Guensch 1989 verhaftet wurde, weil er sich „nur nach Freiheit“ sehnte.

